Naturheilkunde für Tiere - Information 09:


Ausgewogene und artgerechte Ernährung - denn nicht alles, was im Napf landet, ist auch wirklich gesund !

von Heike Creter, geprüfte Tierheilpraktikerin (Artikel im Darmstädter Echo)

Nach welchen Kriterien wählen Sie beim Einkaufen eigentlich das Futter Ihres vierbeinigen Lieblings aus? Stellen Sie sich vor, Sie müßten das essen, was Sie tagtäglich in den Napf Ihres Hundes oder Ihrer Katze geben.

Denken Sie dann eher an eine genüßliche Mahlzeit oder kommt Ihnen bei diesem Gedanken Unbehagen oder gar Ekel auf? Nur zu gut sind viele Menschen skeptisch, was denn so alles in der Dose oder dem Sack sein könnte.

Pulverisierte Federn, Blut, Knochen und Tiermehle (aus Körperbeseitungsanstalten von eingeschläferten Hunden und Katzen) sowie Frittenbudenfett. Gemahlen, gepreßt, extrahiert und getrocknet. Mit synthetischen Hilfsstoffen zum besseren Mischen, Formen und Pelletieren. Dazu künstliche Vitalstoffe, Antioxidantien und Konservierungsstoffe. Zusammen mit Bindemitteln, Farbstoffen, Geruchs- und Geschmacksverstärkern samt künstlicher Aromastoffe. Guten Appetit!

Hier einige Tips:

Achten Sie auf Aussehen und Geruch. Hat es eine unnatürliche Farbgebung oder einen unappetitlichen Geruch? Enthält es Soja oder Mais? Beides wird heute gentechnologisch verändert und gehört mit zu den häufigsten Allergieauslösern.

Verzichten Sie lieber auf Zucker und Karamelzusätze. Auch Tiere zeigen darauf Erkrankungen, die wir von uns Menschen kennen. Machen Sie doch einmal den sogenannten Küchentest. Erhitzen Sie den Inhalt der Dosennahrung. Geeignet ist auch eine Mikrowelle. Welchen Eindruck haben Sie gewonnen?

Sie sehen:
Für die Gesunderhaltung unserer vierbeinigen Freunde spielt die Ernährung eine entscheidende Rolle. Die Grundprinzipien der wildlebenden Hunde sollten bei unseren Haustieren Berücksichtigung finden.
Dazu gehört eine frisch zubereitete, ausgewogene und abwechslungsreiche Nahrung anzubieten.

Hier einige Richtlinien für die Zubereitung:
Rund zwei Fünftel der Mahlzeit besteht aus leicht gedünstetem Gemüse, wie Möhren, Porree u. ä. - je nach Saison -. Weitere vierzig Prozent bestehen dann aus gekochtem bzw. eingeweichten kohlehydratreichen Nahrungsmitteln.

Sie können wählen zwischen Naturreis, Hirse, Vollkornnudeln, Haferflocken, Sesam oder Vollkornbrot. Die übrigen zwanzig Prozent setzen sich aus Fleisch oder Fisch zusammen (bevorzugt roh). Dabei verzichten wir auf Schwein und zuviel Niere oder Leber aufgrund der hohen Schadstoffbelastung. Mit etwas kalt gepreßtem Weizenkeim- oder Sonnenblumenöl, Lebertran und Bierhefe wird unser Menue noch wertvoller. Zwischendurch freut sich unser Vierbeiner über ein wenig Obst, wie z. B. Äpfel, Weintrauben oder rohes Gemüse (Möhren, Avocado). Einige Tierfreunde ernähren ihren Hausfreund vegetarisch. Wer im Welpenalter damit beginnt und für eine ausreichende Kalkgabe sorgt, kann sich über einen sanftmütigen aber auch sensiblen Begleiter freuen. Wer doch lieber auf Fertigprodukte zurückgreift hat die Qual der Wahl.